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Kategorien: News (deutsch) news News vom 24.06.2008

AUTOMATICA 2008 - EU-Roboter machen Front

Namhafte europäische Roboterhersteller und Forschungsinstitute intensivieren die Zusammenarbeit unter der Regie des Fachverbandes EUunited Robotics.

EU-Roboter machen Front

Um ihre Spitzenposition nachhaltig zu stärken, haben die namhaften europäischen Roboterhersteller und Forschungsinstitute die Zusammenarbeit unter der Regie des Fachverbandes EUunited Robotics intensiviert. Die diversen Projekte werden mit dreistelligen Millionen-Beträgen von der EU unterstützt.

"Die europäische Roboterindustrie ist hervorragend aufgestellt", erklärte EUunited Chairman Stefan Müller zum Auftakt der AUTOMATICA mit Hinweis auf die glänzende Marktentwicklung. So wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Roboter in Europa in Betrieb genommen: 2007 waren es etwa 35.000 - und damit fast doppelt so viele wie vor 10 Jahren. Der europäische Branchenumsatz (einschließlich zugehöriger Systeme) lag 2007 bei über fünf Mrd. Euro, das entspricht mehr als einem Drittel des weltweiten Umsatzes.

Außerdem erfreulich: "Die Branche hat in den vergangenen Jahren die Abhängigkeit von der Automobilindustrie und deren Zulieferer schrittweise reduziert und systematisch neue Anwendungsfelder für Roboter erschlossen und ausgebaut", betont Müller. Das hat den Markt für Industrie-Roboter verbreitert und damit auch ihre Abhängigkeit von Konjunkturzyklen der Branchen reduziert.

Mittlerweile ist man sich einig, dass der Einsatz von Robotern den in Europa vorhandenen Wettbewerbsnachteil der hohen Arbeitskosten kompensiert. Unternehmen, die konsequent auf den Einsatz von Automatisierungstechnik gesetzt haben, können heute nach wie vor wettbewerbsfähig in Europa produzieren. Die Chancen der europäischen Roboterindustrie sind auch weiterhin hervorragend.

Voraussetzung ist allerdings eine Weiterentwicklung der Technologie. Die großen Herausforderungen der Branche sieht Müller vor allem darin, die Industrieroboter aus ihren Umzäunungen zu befreien und sie auch in dynamischen Fertigungsumgebungen einzusetzen und sie direkt mit dem Werker interagieren zu lassen. Die Vision eines "Roboter-Assistenten" lasse sich durch den Fortschritt bei Steuerungen, Sicherheitstechnik und Kommunikationsfähigkeiten realisieren.

Müller: "Es wird noch einiger Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung bedürfen, bis wir den industriellen Mittelstand flächendeckend mit Industrierobotern bestücken können, aber die Vorteile der Roboter hinsichtlich Produktivität und Qualität haben dort schon Bedarf geweckt. Die nächste Robotergeneration steht also an der Schwelle zu einem großen, neuen Markt."

Die für Technologieforschung zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding versicherte den Roboterherstellern die volle Unterstützung der Europäischen Kommission. Im Raum stehen Fördergelder von rund 400 Mio. Euro bis 2010. Zu den bereits laufenden Initiativen gehören die Coordination Action for Robotics in Europe (CARE) und der European Technology Platform for Robotics (EUROP). Und mit Unterstützung der Europäischen Kommission erarbeiten führende Roboterhersteller seit rund einem Jahr eine neue sektor-übergreifende Robotik-Roadmap (Strategic Research Agenda), die die notwendigen Technologien für die Weiterentwicklung der europäischen Robotik identifiziert.

"Die genannten Aktivitäten der Kommission", so Müller, "haben dazu geführt, dass sehr viele Projektanträge zur laufenden Ausschreibung eingereicht wurden." Eine sensationelle Resonanz verglichen mit früheren Ausschreibungen.
 

Roboter von KUKA, Fanuc und Reis begrüßen die Besucher der Autmatica am Eingang West

Quelle: Mediadatenbank der Messe München International
 

Ein Beitrag (Quelle) von:

Walter Widmann
Messezeitung: Automatica
www.automatica-muenchen.de/de/Home
www.produktion.de
 

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